DSGVO-Vorlagen 2026: AV-Vertrag, VVT, TOMs, DSFA & 6 weitere Pflicht-Dokumente

Zuletzt aktualisiert am 22. August 2026

DSGVO-Vorlagen auf einen Blick

Diese Übersicht listet die 10 wichtigsten DSGVO-Vorlagen 2026 für Unternehmen — vom AV-Vertrag über das Verarbeitungsverzeichnis (VVT) bis zur Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA). Alle Vorlagen verlinken auf offizielle Quellen der Aufsichtsbehörden (BfDI, LDA Sachsen, DSK). Brauchen Sie eine individuell angepasste Vorlage für Ihr Unternehmen? Unser externer Datenschutzbeauftragter erstellt sie im Rahmen der DSGVO-Beratung ab 150 € / Monat.

Welche DSGVO-Vorlagen brauchen Unternehmen 2026?

Die DSGVO verlangt von jedem Unternehmen umfangreiche Dokumentations- und Nachweispflichten. Diese 10 Vorlagen decken die Pflicht-Dokumente nach Artikel 30, 32, 35 DSGVO und § 38 BDSG ab:

Externen Datenschutzbeauftragten beauftragen — bundesweit ab 150 € / Monat

DATUREX GmbH stellt Ihnen einen externen Datenschutzbeauftragten nach Art. 37 DSGVO — inklusive Audit, Schulungen, VVT-Pflege und Datenpannen-Meldung. Kostenlose Ersteinschätzung in 30 Minuten.

→ Leistungen ansehenErsteinschätzung anfragen

1. AV-Vertrag (Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO)

Pflicht bei jeder Beauftragung externer Dienstleister, die personenbezogene Daten verarbeiten — vom Cloud-Hoster über Newsletter-Software bis zur Lohnbuchhaltung. Der AV-Vertrag regelt Weisungsrecht, Sicherheitsmaßnahmen, Sub-Unternehmer, Audit-Rechte und Löschpflichten. Quellen: Datenschutzkonferenz DSK Orientierungshilfen · BfDI Mustervorlagen.

2. Verarbeitungsverzeichnis (VVT) nach Art. 30 DSGVO

Pflicht für alle Verantwortlichen mit 250+ Mitarbeitern und bei regelmäßiger Verarbeitung besonderer Datenkategorien. Das VVT dokumentiert alle Verarbeitungstätigkeiten: Zweck, Rechtsgrundlage, Empfänger, Löschfristen, technisch-organisatorische Maßnahmen. Excel-Vorlagen: LDA Bayern VVT-Muster · LfD Niedersachsen.

3. Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) nach Art. 35 DSGVO

Pflicht bei voraussichtlich hohem Risiko für Betroffene — z.B. Mitarbeiter-Überwachung, biometrische Daten, automatisierte Entscheidungen. Die DSFA bewertet Verarbeitungszweck, Notwendigkeit, Risiken und Schutzmaßnahmen. Tools: CNIL PIA-Software (Open Source) · DSK-Liste der DSFA-pflichtigen Verarbeitungen.

4. Datenschutzerklärung Website

Pflicht für jede Webseite mit Benutzerinteraktion (Kontaktformular, Cookies, Tracking, Newsletter). Aktualisierte Pflichtinhalte 2026 incl. TTDSG, Cookie-Banner-Wahl, Drittland-Transfers (Schrems-II). Generatoren: DSK Mustertext · Anwalts-Generatoren wie e-recht24, activeMind.

5. TOMs-Vorlage (Technisch-organisatorische Maßnahmen, Art. 32 DSGVO)

Dokumentiert alle Schutzmaßnahmen: Zugangs-/Zutritts-/Zugriffskontrolle, Pseudonymisierung, Verschlüsselung, Backup-Konzept, Wiederherstellbarkeit. Pflicht für AV-Verträge und als Anlage zum VVT. Siehe unseren Praxis-Guide zu Art 32 DSGVO und TOMs.

6. Datenschutzkonzept (umfassendes Compliance-Dokument)

Das übergeordnete Dokument: Verantwortlichkeiten, Prozesse, TOMs, Schulungskonzept, Notfall-Pläne. Für mittelständische Unternehmen 30-80 Seiten. Wird im Rahmen des DSGVO-Beratung-Pakets individuell erstellt.

7. Datenschutzrichtlinie (interne Mitarbeiter-Policy)

Verbindliche Anweisungen für Beschäftigte zum Umgang mit personenbezogenen Daten. Detailliert in unserem Leitfaden zur Datenschutzrichtlinie 2026 incl. Pflichtinhalten und Muster-Aufbau.

8. Mitarbeiter-Verpflichtungserklärung auf Vertraulichkeit

Nach § 53 BDSG und Art. 32 (4) DSGVO Pflicht für alle Beschäftigten mit Zugang zu personenbezogenen Daten. Muss vor Beginn der Tätigkeit unterzeichnet werden. Vorlagen: BfDI-Mustertexte.

9. Auskunftsantrag-Bearbeitungsvorlage (Art. 15 DSGVO)

Standardisierte Bearbeitungs-Vorlage für Auskunftsanfragen Betroffener. Reduziert Antwort-Zeit von durchschnittlich 12 Tagen auf unter 3 Tage. Inkludiert Identitätsprüfung, Daten-Sammlung-Checkliste, rechtskonforme Antwort-Template.

10. Datenschutzvorfall-Meldungs-Vorlage (Art. 33 DSGVO)

72-Stunden-Pflicht zur Meldung an die Aufsichtsbehörde bei Datenschutzverletzungen. Vorlage enthält: Vorfall-Beschreibung, betroffene Daten-Kategorien, ungefähre Anzahl Betroffener, Folgen, Gegenmaßnahmen. Meldeformulare: Sächsischer Datenschutzbeauftragter · LDA Bayern.

Wie nutze ich DSGVO-Vorlagen richtig?

  1. Vorlage NICHT 1:1 übernehmen. Öffentliche Mustervorlagen sind generisch und müssen auf Ihr Unternehmen, Ihre Verarbeitungen und Branche angepasst werden.
  2. Rechtsgrundlagen prüfen. Verarbeitungen ohne klare Rechtsgrundlage (Art. 6 DSGVO oder Spezialgesetze) sind unzulässig — egal welche Vorlage Sie nutzen.
  3. Branchen-Spezifika berücksichtigen. Gesundheit (KHEntgG, § 22 SGB V), Schule, Kanzlei (BRAO § 43a), Bank (BAIT, MaRisk) — alle haben Sondervorschriften.
  4. Regelmäßig aktualisieren. Mindestens 1× jährlich + bei jeder neuen Verarbeitung, neuem Tool oder Gesetzes-Änderung (z.B. NIS2 ab 17.10.2024).
  5. Verantwortlichen-Pflichten dokumentieren. Wer hat wann welche Vorlage angepasst, geprüft, freigegeben? Audit-Trail im VVT-Tool.

Häufig gestellte Fragen zu DSGVO-Vorlagen

Sind kostenlose DSGVO-Vorlagen rechtssicher?

Vorlagen von Aufsichtsbehörden (BfDI, LDA, DSK) sind methodisch korrekt — aber generisch. Rechtssicherheit entsteht erst durch unternehmensspezifische Anpassung. Eine 1:1-Übernahme ohne Anpassung führt häufig zu Bußgeldern: 2024 wurden in Deutschland 49 Bußgelder allein wegen mangelhafter Datenschutzerklärungen verhängt.

Brauche ich für jede DSGVO-Vorlage einen Datenschutzbeauftragten?

Nein, aber bei AV-Vertrag, VVT, DSFA und Datenschutzkonzept ist die Mitwirkung eines DSB oder Datenschutz-Experten dringend empfohlen. Externer Datenschutzbeauftragter ist Pflicht ab 20 Mitarbeitern (regelmäßige automatisierte Verarbeitung) oder bei besonderen Daten-Kategorien.

Welches Tool eignet sich für die Verwaltung aller DSGVO-Vorlagen?

Für KMU: Excel + strukturierte Verzeichnis-Ablage (Sharepoint/Nextcloud) reicht. Ab 50 Mitarbeitern empfehlen sich Datenschutz-Management-Systeme wie otris privacy, caralegal, activeMind PRO oder die Open-Source-Lösung privacyIDEA. Cloud-basierte Lösungen bieten meist integrierte Workflow-Engine.

Wie oft müssen DSGVO-Vorlagen aktualisiert werden?

Pflicht ist die jährliche Überprüfung. Verpflichtende Aktualisierung bei: neuer Verarbeitung, neuem Tool/Dienstleister, neuer Rechtsgrundlage, Beschwerde-Aufkommen, Aufsichtsbehörden-Audit, Vorfall. Praxis-Empfehlung: Quartals-Review im Datenschutz-Management-System.

Können Sie eine individuelle Vorlage für mein Unternehmen erstellen?

Ja. Im Rahmen unserer DSGVO-Beratung ab 150 €/Monat erstellen wir alle 10 Pflicht-Vorlagen individuell für Ihr Unternehmen, Ihre Branche und Ihre Verarbeitungen. Inkludiert sind: Bestandsaufnahme, Vorlagen-Erstellung, Mitarbeiter-Schulung und jährliche Aktualisierung. Erstgespräch kostenlos anfragen.

Wo finde ich DSGVO-Vorlagen speziell für meine Branche?

Branchen-spezifische Vorlagen finden Sie bei den jeweiligen Aufsichtsbehörden und Verbänden: Arztpraxis, Kindertagesstätten, Anwaltskanzleien. Für IT-Sicherheit und ISO 27001 siehe unsere Schwester-Domain Informationssicherheitsbeauftragter Dresden.

Individuelle DSGVO-Vorlagen für Ihr Unternehmen

Statt generischer Vorlagen erhalten Sie individuell angepasste, audit-feste Dokumente — erstellt von TÜV-zertifizierten Datenschutzbeauftragten mit über 15 Jahren Branchen-Erfahrung. Festpreis ab 150 €/Monat (3 Pakete verfügbar).

Kostenloses Erstgespräch anfragen
Pakete & Preise ansehen

Professioneller Datenschutz für Ihr Unternehmen

Die DATUREX GmbH ist Ihr zertifizierter externer Datenschutzbeauftragter — bundesweit, persönlich und DSGVO-konform. Ab 150 €/Monat.

Kostenlose Erstberatung anfragen